Archiv für 6. März 2009
Urlaub in Ordnung
Urlaub ist ja eigentlich die schönste Zeit des Jahres. Aber manchmal eben nur eigentlich. Immer wieder sind in den Medien Berichte zu vernehmen, in denen geschädigte Urlauber ein einziges Horror- Szenario erleben. In der Tat ist da meistens auch was dran. Es ist durchaus möglich, dass im Katalog die tollsten Versprechungen gemacht werden und bei Ankunft nichts von alle dem wahr ist. Schlimmer: Das Gegenteil der Versprechungen wird am Urlaubsort angetroffen.
Dass die Gäste ihre oft mühsam erarbeitete und angesparte Urlaubs- Kasse nicht hergeben mögen für dreckige Hotelzimmer mit vielleicht sogar Schimmel im Bad, oder wiederholt aufgewärmtem Essen welches manchmal sogar zu Magen- Darm- Erkrankungen führt, ist mehr als logisch. Schließlich soll nicht nur die Kasse des Reiseveranstalters klingeln, die Urlauber bezahlen langes Geld für Erholung und gute Laune. Selbiges ist zwar gelegentlich von Gast zu Gast anders definiert, aber Dreck im Hotelzimmer, verdorbenes Essen und unfreundliches Personal tragen in keinem Fall zur Erholung bei. Merhheitlich sind dir Gäste aber in aller Regel zufrieden. Sicher, weil sie ein ausreichend gutes Hotel gebucht haben, aber vielleicht auch, weil sie mit nicht allzu hohen Erwartungen in den Urlaub fahren. Da erlebt mancher möglicherweise sogar eine positive Überraschung, wie gut das Hotel doch ausgestattet ist. Moderne Kassensysteme sind da nur ein mögliches Beispiel. Hiermit kann viel vernetzt und Information an den Gast zur Verfügung gestellt werden.
Dass mancher schon kritsich ins Reisebüro geht oder im Internet nach Reisezielen vorsichtig sucht ist klar. Noch wieder andere bleiben lieber gleich daheim um keine Enttäuschung zu erleben. Auch das schont natürlich erheblich die Urlaubskasse. Denn auch zuhause lässt es sich gut erholen, Kultur gibt es auch im Heimatort oder näherer Umgebung. Und Tagesausflüge machen auch Spaß. Ob nun daheim oder im Urlaubsort: überall gibt es Souvenirs zu kaufen. Da Souvenirläden meist recht klein sind, werden hier auch keine Kassensysteme sondern einfache Registrierkassen für den Geldverkehr genutzt. Manche Registrierkasse ist vielleicht sogar in nostalgischem Design. Wem macht das Bezahlen da keinen Spaß?
Aber diese Negativberichte mit objektiv betrachtet wirklich ernstem Hintergrund sind sicher eine Ausnahme. Subjektiv betrachtet ist es für den Urlauber, der das erlebt, alles andere als eine tolle Erfahrung. Und die Berichterstattung in den Medien lässt diese Negativerlebnisse in hoher Anzahl erscheinen. Wird denn im Gegenzug über tolle Urlaubserlebnisse in den Medien berichtet? Eher nicht, da der eindeutig größte Teil der Urlaube zufriedenstellend und besser ausfällt und subjektiv auch so erlebt wird. Und was fast alle so erleben ist es “nicht ausreichend wert”, in den Medien Erwähnung zu finden. Warum auch? Schließlich ist es absolut persönlich und privat, die Erholungszeit im Urlaub zu genießen und zu erleben. Daran muss nicht die Öffentlichkeit teilhaben. Es sei denn, man finanziert sich über den Weg einer “Reality-Sendung” den Urlaub und “verkauft” die Rechte an einem Teil seiner Privatsphäre. Auch das ist eine Möglichkeit, seien Reise- Kasse aufzubessern.
Alles in allem sollte sich jeder, der im Urlaub die eigene Wohnung nicht als Herberge nutzen möchte, überlegen, wieviel Geld er für die Unterkunft investieren kann und welchen Standard er eben hierfür erwarten kann. Sicher ist grundsätzliche Sauberkeit ohne Haare des Vor-Urlaubers im Hotelbad ein Mindeststandard. Wenn aber in die Kategorie 3-Sterne investiert wird, kann kein 5-Sterne-Komfort erwartet werden. Die Freundlichkeit des Personals sollte in jedem Fall einem Minimum entsprechen. Und auch die Ausstattung des Hauses sollte in gutem Zustand und der Kategorie angemessen sein. Das kleine Hotel muss nicht mit modernsten Kassensystemen inklusive Vernetzung in alle Bereiche ausgestattet sein, damit der Gast am Ende eine leserliche Rechnung bekommen kann.
Im Zweifelsfall bucht man eine Ferienwohnung und erlebt einen Selbsversorgerurlaub, der durchaus auch seine Reize hat. Die Planung hat man selbst in der Hand und kann sich nicht über ungemochte Veranstaltungen beschweren. Und für die Reise- Kasse sind dann keine völlig ungeahnten Sonderausgaben einzuplanen.
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